Stop Over der 7. Sustainability Challenge: To be continued

Stop Over der 7. Sustainability Challenge: To be continued

Sustainability Challenge Stop Over Studierende beraten sich

Apfelcider, Fassaden-Begrünung, Omas Lieblingsrezepte – Die Studierenden der 7. Sustainability Challenge haben am 29. Juni beim Stop Over Event im Festsaal der WU erstmals ihre Projekt-Konzepte der Öffentlichkeit präsentiert. Mit beeindruckenden Kurzvideos – in Kürze werden diese auf rce-vienna.at/sustainabilitychallenge/ bereitgestellt – stellten die 14 Teams ihre Projekte vor. Hier das Video-Resumée von WU-TV.

Dieses Format des Stop Overs – Zwischenstopp – wurde erstmals bei einer Sustainability Challenge umgesetzt. Denn in diesem Jahr wurde die interdisziplinäre und praxisorientierte Lehrveranstaltung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung auf zwei Semester erweitert. Somit stellten die 60 Studierenden aus über 20 Studienrichtungen noch nicht die endgültigen Ergebnisse vor wie in den vergangenen Jahren, sondern präsentierten ihre ausgearbeiteten Konzepte, die sie im Wintersemester umsetzen werden. Anschließend an die Einführung mit Hilfe der Videoclips gaben die Gäste, Service Learning und Start Up PartnerInnen und die Studierenden selbst den Gruppen im Rahmen eines kooperativen Marktplatzes konstruktives Feedback. Die Idee dahinter war, dass die Studierenden mit gegenseitiger Kooperation weiter kommen als mit Konkurrenz.

Sustainability Challenge Stop Over Kooperativer Marktplatz Helga Kromp-KolbMit dabei waren unter anderem VertreterInnen der öffentlichen Verwaltung (BMWFW, MA22, BMLFUW, Gebietsbetreuung 2*20), Unternehmen (Spar, Verbund, Austria Glas Recycling) sowie NGOs (Mutmacherei, Jugendzentren Wien, Dream Academia).

Das wollen die Studierenden:

  • Die Mutmacherei: neue Nutzungs-Möglichkeiten für das Mut Map der Mutmacherei, das über 600 Initiativen für den positiven Wandel sammelt, finden
  • Jungendzentrum Arthaberbad: bauliche und Nutzungsumstrukturierungen in Übereinstimmung der Wünsche von Mitarbeitenden und Jugendlichen umsetzen
  • Gebietsbetreuung*2/20: Ideen für die Lassallestraße als Aufenthalts-, Wohn- und Arbeitsort sammeln
  • MA22: Wege und Hindernisse der Fassadenbegrünung im Zuge der Wohnbausanierung feststellen
  • Austria Glas Recycling: nachhaltiges Recyclingmanagement als Mehrwert für KundInnen etablieren
  • klimaaktiv: ein greifbares Bild vom Alltagsleben in einem klimaaktiven Quartier entwickeln
  • Verbund: Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Pflegebedarf als neue Leistung möglich machen
  • BMWFW: die Leistungsvereinbarungen der Uni Wien, TU, BOKU und WU auf ihre Nachhaltigkeitsstrategien untersuchen und Empfehlungen für Verbesserungen geben
  • SPAR: die Akzeptanz und den Erfolg des Sozialprojekts und Lieferservices Michl’s bringt’s steigern
  • Leopold Soul Food: Fertigessen, das schmeckt, gesund und haltbar ist, aus Lebensmitteln aus hauptsächlich regionalem und biologischem Anbau herstellen und vermarkten
  • Eastcider: alte Streuobstwiesen erhalten und dabei ungenutzte Apfelernten in Apfelsaft und Cider umwandeln
  • Lila Smile: NGOs und Unternehmen für einen gemeinsamen guten Zweck zusammenbringen
  • Transfairent: dem derzeit betriebenen Emissionshandel eine transparente und ökologisch faire Alternative entgegensetzen
  • Smart Eco Island: den Finanzierungsplan einer Machbarkeitsstudie für die erste Mittelmeerinsel mit hundertprozentiger nachhaltiger Energieversorgung erstellen

Hier finden Sie die detaillierteren Kurzbeschreibungen der Projekte.

Sustainability Challenge Stop Over PublikumNeben den Präsentationen gab es noch Grund zum Feiern. Die Sustainability Challenge wurde im vergangenen Semester mit dem 2. Platz beim Sustainability Award[i] in der Kategorie. „Lehre & Curricula“ prämiert. Auch österreichweit fand die Sustainability Challenge Anerkennung, sie schaffte es unter 126 Einreichungen unter die Top 3 des Ars Docendi-Staatspreises für exzellente Lehre an österreichischen öffentlichen Universitäten, FHs und Privatunis.[ii]

Eine weitere besondere Auszeichnung, die an diesem Abend gefeiert wurde, waren die Ergebnisse der Evaluierung der Studierenden: 92% würden die Sustainability Challenge auf jeden Fall oder eher schon weiterempfehlen (2015: 81%), 91% geben an, motiviert zu sein und aktiv teilnehmen zu wollen.

Im vergangenen Semester hatten sechs Theorie-Blöcke stattgefunden, zwei interdisziplinäre und je einer auf der WU, der TU, der BOKU und der Uni Wien. Einige der Highlights in diesen Blöcken waren die Fotoausstellung zu „Wo möchte ich einkaufen bei 40°?“ im BOKU Block, die Exkursion zum SUSI Haus in der Blauen Lagune im Rahmen des TU Blocks, ein Einführung in Ecological Economics beim WU Block, sowie Debatten aus sozio-ökologischer Sicht zur Mariahilfer Straße im Uni Wien Block. Im kommenden Semester setzen die Teams ihre Projekte um und präsentieren die Ergebnisse am 11. Jänner 2017.

Durch den Abend führte Michael Bauer-Leeb, Mitgründer und Geschäftsführer von WEITSICHT. Einen angenehmen Ausklang fand der Abend beim Buffet, gesponsert von SPAR.

 

[i] Seit 2008 wird der Sustainability Award vom BMWFW verliehen. Der Preis rückt Initiativen in den Fokus, die ökonomische, ökologische und soziale Ausgewogenheit anstreben.

[ii] Einreichung Elena Zepharovich & Christian Rammel; Kat. „Kooperative Lehr- und Lernformen innerhalb der jeweiligen Hochschule, über Hochschulen und HS-Sektoren hinweg“