Wiener Stadtwerke Holding AG

Wiener Stadtwerke Holding AG

qqq Die Wiener Stadtwerke Holding AG ist mit ihren rund 16.000 MiterbeiterInnen der bedeutendste Infrastrukturdienstleister für den Großraum Wien und steht zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Wien. Als Wirtschaftsmotor ist Österreichs größter kommunaler Infrastrukturdienstleister mit mehr als drei Milliarden Euro Jahresumsatz eine treibende Kraft für den Wirtschaftsstandort Wien. Der Konzern umfasst die Konzernunternehmen Wien Energie, Wiener Netze, Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen, Wipark, sowie Bestattung und Friedhöfe Wien.

Projekt 1. – Der multimodale Mobilitätsassistent „SMILE“ unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels

Projektplakat Smile

Die SMILE App, ein multimodaler Mobilitätsassistent, wird von der Wiener Stadtwerke Holding AG in Zusammenarbeit mit der ÖBB und anderen ProjektpartnerInnen entwickelt. Unterschiedliche Mobilitätsanbieter haben oft unterschiedliche Tarifsysteme, was mitunter Menschen daran hindert mehrere Mobilitätsformen zu kombinieren. Die App bietet unterschiedliche Routen- Möglichkeiten (Fuß, Rad, Bahn, Auto, Bus, etc.) an und funktioniert gleichzeitig als Buchungs- und Zahlungstool.Ziel der SMILE App ist es daher die integrierte Mobilität in Österreich zu erleichtern und so den Modal Split zu Gunsten öffentlicher Verkehrsmittel zu beeinflussen.

Der Fokus des Service Learning Projektes lag bei der Generation55+. Die Nachhaltigkeit dieser App resultiert unter anderem aus der Nutzbarkeit für die breite Masse. Da aus Bevölkerungsprognosen hervorgeht, dass ein demografischer Wandel stattfinden wird, stellen Ältere Personen eine wichtige Zielgruppe dar. Also ging die Studierendengruppe der Frage nach, welche möglichen Hürden, die Generation 55+ an der Nutzung der App hindern und durch welche Maßnahmen diese beseitigt werden können.

Der erste Schritt des Projektes war eine Zielgruppen-Analyse durch Literatur- und Internetrecherchen. Wer ist diese Generation 55+? Wie ist ihr Smartphone und Mobilitätsverhalten? Es stellte sich heraus, dass die Generation 55+ wie erwartet sehr heterogen ist, so auch ihr Smartphone- und Mobilitätsverhalten. Mit zunehmendem Alter zeichnen sich klare Tendenzen in der Abnahme der zurückgelegten Wege außer Haus und der physischen Verfassung sowie der Nutzung von Smartphones ab. In einem zweiten Schritt wurden NutzerInnenprofile erstellt. Dabei schlüpften wir selbst in die Rolle einer/eines Vertreters/in der Generation und legten so „geSMILEte“ Wegerouten zurück. Diese Methode eignet sich besonders gut um die Situation der Zielgruppen besser nachempfinden zu können und Lücken in bestehenden Systemen/Strukturen aufzuzeigen. Die NutzerInnenprofile repräsentieren jeweils unterschiedliche Gruppen (Alter und Mobilitätsverhalten) und nähern sich so der Heterogenität der Zielgruppe an.

Der dritte Schritt stellte die Analyse der Erkenntnisse durch die NutzerInnenprofile dar. Maßnahmen für eine breite Nutzung der SMILE App der Generation 55+ können eine Lupen-Funktion sowie die Voreinstellung „langsamer Geher“ oder „barrierefrei“ sein um als physisch eingeschränkte Person sicher gehen zu können, dass der nächste Anschluss erreicht werden kann. Darüberhinaus hat die Studierendengruppe vorgeschlagen den Service der App auch als Desktopversion anzubieten. In einem vierten Schritt werden die Ergebnisse dem SMILE-Projektteam präsentiert.

Am Projekt beteiligte Studierende
Fritz Kleemann (Doktorat Bauingenieurwesen, TU Wien), Victoria Lainer (Internationale Entwicklung, Uni Wien), Sabine Luger (Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur, BOKU)

Kontakt Wiener Stadtwerke Holding
Kathrin Brunner: kathrin.brunner@wienerstadtwerke.atIlse Stockinger: Ilse.Stockinger@wienerstadtwerke.at

Projekt 2. – Die nachhaltige U-Bahn Station 

Mobilität stellt eine tragende Säule im Konzept der Smart City dar und eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens in Richtung öffentlichen Verkehr spielt im Rahmen der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Mit dem Projekt Nachhaltige U-Bahn soll der öffentlichen Verkehr in Wien noch weiter gefördert werden.

Das Hauptaugenmerk dieses Projekts sollte darauf liegen innovative Lösungen im Einklang mit den rechtlichen und normativen Erfordernissen der Wiener Linien zu finden, die ein Anstoß für nachhaltige und neue Lösungen sein können. Eine Analyse der U-Bahn Pläne und eine Vorortanalyse der U-Bahn Stationen (Gumpendorferstraße und Stadlau) anhand Kriterien der Nachhaltigkeit sollte erstellt werden.

Eine Ideensammlung- was kann getan werden- um zu einer „smart use“-Kultur durch die Benützer zu kommen, wurde erstellt. Eine dieser innovativen Ideen, ein neues Fahrgastleitliniensystem wurde herausgegriffen und auch konkret in einer der U-Bahn Stationen (Gumpendorferstraße) umgesetzt. Während der Umsetzung wurde eine Videoaufnahme gemacht und auch die Fahrgäste wurden zu den Ideen befragt. Nachträglich wurden die Interviews ausgewertet und ein Film über das Projekt gedreht. Unser Fazit ist, dass die Fahrgäste positiv auf nachhaltige Ideen reagieren, jedoch ist das für die meisten nicht so wichtig wie die aktuellen, akuten Probleme (wie etwa Sicherheit/-gefühl).

Am Projekt beteiligte Studierende

Feher Sophia (Socio-Ecological Economics and Policy, WU Wien), Manuel Froschauer (Energie- und Automatisierungstechnik, TU Wien),  Vera Mayr (Umwelt- und Bioressourcenmanagement, BOKU)

Kontakt Wiener Linien
Andreas Oberhauser: andreas.oberhauser@wienerlinien.at

Projekt 3. – Erwartungen an den Haushalt der Zukunft – Smart Home Anwendungen und Lösungen

Dieses Projekt soll die Wünsche und Vorstellungen von Smart Home Anwendung bei einer Jungen Zielgruppe von unter 30-jährigen in Erfahrung bringen, um dem Projektpartner Wien Energie neue Ansatzpunkte zur Erweiterung Ihrer Smart Home Anwendungen aufzuzeigen.

Folgende Zentrale Fragen sind dabei zu stellen: 1.) Wie könnten die Themen Smart Home, Sicherheit und Energiebereitstellung das zukünftige Eigenheim junger Familien, Singles etc. prägen? 2.) Welcher Automatisierungsbedarf ist für die eigenen vier Wände vorhanden und welche Rolle spielt hierbei der Komfort? 3.) Welche technischen Mindestanforderungen muss so ein System in der zukünftigen Wohnung, dem Eigenheim etc. erfüllen, um die Bedürfnisse der jungen Zielgruppe zu befriedigen? 4.) Welche Rolle nimmt der Energieversorger in Bezug auf die zukünftige Wohnsituation ein?

Projektplakat Smart Home

Grundsätzlich lässt sich über die genannte Zielgruppe sagen: Bewohner von Smart Homes wollen Energiekosten sparen und zusätzlichen Komfort erreichen. Gleichzeitig sind in den meisten Fällen Investitionskosten ein limitierender Faktor bei der Anschaffung oder Nachrüstung von Smart Home Systemen.

Ergebnisse: Der Begriff Smart Home ist der Zielgruppe bekannt. Diese nennt als häufigstes Motiv zu einer möglichen Anwendung die Kenntniserlangung über den tatsächlichen Verbrauch so wie, das Energiesparen. Derzeit sind Steckerleisten und Zeitschaltuhren die weitverbreitetsten Geräte in den befragten Haushalten. Integration von Heizung und Klimatisierung werden sehr stark gewünscht, im Gegensatz zur Verschattung. Generell gehen die Befragten davon aus das Smart Home Anwendungen Teil des Alltags sein werden, vor allem in Bezug auf Fernzugriff und Unterhaltungselektronik. Energieversorger könnten mögliche Smart Home Provider sein wobei Datenschutz eine große Rolle für die Zukunft der Smart Homes darstellen wird.

Am Projekt beteiligte Studierende
Andreas Fernbach (Doktoratstudium der technischen Wissenschaften Informatik, TU Wien), Enri Chantal Strobel (Architektur, TU Wien), Tuukka Mäkitie (Doktoratstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, WU Wien)

Kontakt Wien Energie
Burgstaller Wolfgang: wolfgang.burgstaller@wienenergie.at