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Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

Entwicklung eines Konzepts zur Implementierung von Nachhaltigkeitsstrategien an Universitäten und im Studierendenleben

Logo - BMWFGegen Ende der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sind konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung an österreichischen Universitäten noch immer Mangelware. So ist beispielsweise an Instituten der kulturwissenschaftlich-philologischen Fakultät der Universität Wien Nachhaltigkeit weder in Curriculen, noch in Forschung oder im Studierendenalltag verankert. Vorliegendes Projekt soll dazu beitragen, das Bewusstsein der Menschen im Sinne der UN-Dekade zu schärfen und universitäre Studiengänge langfristig nachhaltig zu gestalten. Als Zielgruppe und erster Ansatzpunkt liegt der Fokus auf Studierenden. Sie sind nicht nur jene Akteure an Universitäten, die zahlenmäßig in der Mehrheit sind, sondern auch Zukunftsträger, wenn es um die Bildung zur Nachhaltigkeit geht.

Das Ziel dieses Service-Learning-Projektes ist es Möglichkeiten der Implementierung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen im universitären Alltag der Studierenden zu ergründen und konkrete Vorschläge zur besseren Vernetzung und Bewusstseinsmachung zu liefern. Maßnahmen sollen „von/mit/für Studierende/n“ entstehen und sich auf die Bereiche i) Curriculum , ii) Studierendenleben, iii) Forschung und iv) Verwaltung beziehen. Um hierbei eine konsistente Aufstellung möglicher Maßnahmen zu erarbeiten, wird zunächst eine Analyse des Ist-Zustands der einzelnen Studienrichtungen* der ProjektteilnehmerInnen durchgeführt. Hierbei werden bereits mögliche involvierte Akteure identifiziert, welche neben Studierenden auch Institutsangehörige sowie Netzwerke und Organisationen umfassen können. In diesem ersten Schritt wird exemplarisch auf die mangelnde und inkonsistente Implementierung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen an österreichischen Universitäten hingewiesen.

Projektplakat BMWF

In einem zweiten Schritt arbeiten die Projektmitglieder konkrete und individualisierte Maßnahmen im Rahmen der vier Bereich für Ihre jeweilige Studienrichtung unter Einbezug aller möglichen Akteure aus. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse miteinander verglichen. Hier sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Maßnahmen identifiziert werden und Vorschläge zur Verbesserung der Vernetzung der Akteure vorgebracht werden.

Im finalen Schritt wird die Projektgruppe ein Portfolio an konkreten Vorschlägen zur besseren Koordinierung und Vernetzung der Maßnahmen an verschiedenen universitären Studienrichtungen präsentieren. Die Ergebnisse fußen auf der Ist-Analyse und dem Vergleich der Maßnahmenvorschläge. Dieser letzte Schritt ist zunächst bewusst offen gehalten. Als Ergebnis des Projektes könnte beispielsweise die Gründung einer Organisation stehen, die dabei behilflich ist, nachhaltige Maßnahmen von/für/mit Studierende/n an österreichischen Universitäten zu implementieren und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit an Universitäten massiv zu stärken.

*Bei den vier Studienrichtungen handelt es sich konkret um die Master-Studiengänge Raumplanung und Raumordnung, Human- und Sozialökologie, East Asian Economy and Society (EcoS), und Umwelt- und Bioressourcenmanagement. Diese sind ähnlich groß (ca. 100 – 300 Studierende) und jeweils an verschiedenen Universitäten vertreten (Boku, TU, Uni Wien, Uni Klagenfurt).