Geschichte

Während des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (2002) wurde der Ruf nach tragfähigen Partnerschaften laut, welche gemeinschaftliche Aktivitäten unterschiedlichster Akteure für das gemeinsame Ziel einer nachhaltiger Entwicklung (NE) ermöglichen sollten. Um dieser Aufforderung nachzukommen wurde während des Weltgipfels der Fokus von normativen Aussagen darüber, was im Sinne des Leitbilds der NE getan werden soll hin zu Strategien für dessen Implementierung . Die RCE Initiative ist eine direkte Antwort auf diesen wichtigen Perspektivenwechsel „von Worten hin zu Taten“ und beantwortet damit auch den globalen Aufruf für aktive Partnerschaften.

Im Jahr 2003, nach dem Weltgipfel und der UN Resolution zur Bildungsdekade für nachhaltige Entwicklung, lancierte die United Nations University (UNU) ein durch das UNU Institut für höhere Studien (UNU-IAS) unterstützte Programm zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Unter der Führung von UNU-Rektor Hans van Ginkel wurde schließlich im April 2004 bei der zwölften Sitzung der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD-12) ein Konzeptpapier für die Etablierung von RCEs präsentiert.

RCE_internationalDie ersten sieben RCEs wurden bei der UNU-UNESCO Conference on Globalization and Education for Sustainable Development (Nagoya, June 2005) anerkannt, bis zum Frühjahr 2006 folgten sechs weitere RCEs.

Bei ihrem Meeting im April 2006 etablierte die Ubuntu Allianz das sogenannte Committee of Peers, ein Forum das sich seitdem um die Förderung und Evaluierung von RCEs kümmert sowie Empfehlungen für die Anerkennung neuer RCEs an die UNU ausspricht. In der ersten Sitzung des Committees am 6. Dezember 2006 in Paris wurde die Aufnahme von 23 weiteren RCEs empfohlen. Seitdem wächst das globale Netzwerk und umfasst nun RCEs in Afrika, Nord- und Südamerika, Asien, Europa, in Nahost und dem Pazifik.

Das RCE Vienna wurde von der UNU im Januar 2011 offiziell anerkannt.