Bericht: Filmpremiere „Obdachlos-Zuhause am Rande der Gesellschaft“

Manchmal braucht es nicht viel, um zu helfen und Veränderungen aktiv anzugehen. Das zeigt ein Filmprojekt von WU-Studierenden des SEEP-Masterprogrammes unter dem Motto „wir zeigen Lösungen“.
Das im Zuge der Lehrveranstaltung „Service Learning“ entstandene Projekt zum Thema Obdachlosigkeit und Wohnsituation in Wien wurde am 18. Oktober 2016 erstmals im Zuge der Filmpremiere im Clubraum der WU präsentiert. Das Resultat ist ein berührender selbst-gedrehter Dokumentarfilm, der wissenschaftliche Analyse und soziales Engagement verbindet.

Unterstützung kommt unter anderem vom newsLehrveranstaltungsleiter Dr. Christian Rammel und aufgrund der Größe und des Umfangs des Projekts ebenfalls von Seiten des RCE Vienna an der WU. Die Organisation der Filmpremiere erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit an der WU in Person von Dr. Fred Luks, welcher auch die Moderation der Veranstaltung und Podiumsdiskussion übernahm. Aufgrund des starken Andrangs am Event war der Clubraum bis zum letzten Platz gefüllt. Nach der Eröffnung durch WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger und einigen Worten der Studierenden folgte die spannende Filmpräsentation, die das Publikum auf eine berührende Reise in andere soziale Realitäten unserer Welt mitnahm.

Basierend auf einer einjährigen Recherchearbeit zur sozialen Verantwortung auch im Bereich der Wirtschaft liegt der Fokus des Studierendenprojekts auf nachhaltigen Lösungsansätzen verschiedener Institutionen zur Vermeidung von Obdachlosigkeit, um so Bewusstsein für das Thema zu stärken. Als Anwendungsbeispiele dienen hierfür Wiens „Housing First“-Modell sowie die Gegenüberstellung sozialer Hilfseinrichtungen wie Neunerhaus, Shades Tours, Gruft, Vinziport, Caritas Canisibus, Louisebus, ReStart u.v.m.

news2Im Zuge dessen führten die Studierenden über zwanzig Interviews mit obdachlosen Betroffenen sowie mit ExpertInnen und Organisationen der Wohnungslosenhilfe in Wien. Dabei widmen sie sich der Thematik aus einer sozioökonomischen Perspektive und zeigen auf wie wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen unmittelbar das soziale Gefüge beeinflussen. Dies wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Univ.-Prof. Dr. Andreas Novy, Mag. Markus Reiter (GF Neunerhaus), Perrine Schober (GF Schades Tours) sowie Anja-Therese Salomon (Co-Initiatorin) diskutiert.

Im Zentrum der gelungenen Veranstaltung stand dementsprechend der Austausch von Wissen, welches möglichst viele Anreize und Impulse für nachhaltige Konzepte zur Vermeidung von Obdachlosigkeit bietet. Das Projekt der Studierenden dient somit als hervorragendes Beispiel dafür wie sich gesellschaftliches Engagement und universitäres Lernen verbinden lässt.